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Axel verbringt die meiste Zeit zu Hause. Es ist mir wichtig, dass er sich da wohl fühlt. Die Brücke bietet uns Schutz vor dem schlimmsten Regen und Schnee. Ganz trocken bleibt es zwar auch hier nicht, doch zumindest sind wir vor Wind und Wetter sicher. Wir können uns verkriechen, sehen und hören alles, was um uns herum passiert und wir bemerken sofort, wenn jemand in die Nähe kommt. |
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Unser Zuhause in der Wohnung ist ganz ähnlich: Axel hat seine Höhle unter einem
Tisch. Dort ist er ganz sicher und kann den Eingang des Zimmers beobachten. Während
friedlichen Zeiten schlafen wir in einem Bett. Jeder hat seine eigene Decke und sein eigenes
Kissen. Wenn ich zur Arbeit gehe und Axel zu Hause bleibt, dann hört er von mir ein
"Tschou Axel". Ich zeige ihm die leeren Hände, indem ich ihm die Handflächen
zuwende. Er springt aufs Bett und nimmt mein Kissen in Beschlag. Das Bett ist genau so, wie
wir es beim Aufstehen verlassen haben. Ich erinnere mich an meine Kindheit, als ich jeweils
nochmals ins noch warme Bett schlüpfen durfte. Das ist doch ein wohliges Gefühl,
sich nochmals einnisten zu dürfen. Sobald das Bett gemacht ist, verschwindet dieser
Reiz. Deshalb belasse ich alles, wie es ist. Mag sein, dass dies ein bisschen unordentlich
aussieht, doch wenn ich nach Hause komme und sehe, dass Axel nichts zerstört hat, nehme
ich die kleine Unordnung gerne in Kauf. Manchmal ist es ihm trotzdem langweilig; dann darf
er sich mit seinen Spielsachen vergnügen. Alte Zeitungen, eine leere Kartonschachtel und
Knochen-Imitationen sind vorhanden. Auch frisches Wasser steht immer für Axel bereit.
Er ist gerne mit Menschen zusammen, doch auch das Alleinsein scheint ihm Spass zu machen.
Im Auto ist es ganz ähnlich; während ich einkaufe, wartet er. Es ist alles
vorhanden, was Axel beliebt. Alte Gegenstände werden auch für Hunde langweilig.
Von Zeit zu Zeit bringe ich Axel eine neue Schachtel oder ein frisches Spielzeug. Das ist
interessant für ihn. So finden selbst alte Papiertaschen wieder eine nützliche
Verwendung. Das "Warten" am Gehsteig, z.B. vor dem Ueberqueren der Strasse, hat eine andere Bedeutung. Hier kann ich überwachen, was der Hund macht. Er soll möglichst sitzen. Das ist nicht so leicht, der Platz auf einer kleinen Fussgängerinsel ist zu klein und die Autos, die hinten und vorne vorbeirasen sowie die Fussgänger, die trotz Rot über die Strasse gehen, lenken den Hund stark ab. Oft lasse ich hier jeden Befehl bleiben, sonst wird Axel nur unruhig (er bemerkt auch meine Aufregung) und springt hoch oder spielt mit der Leine. Ich lasse Axel oft das tun, was er will. Solange er an der Leine ist, bleibt er in meiner Kontrolle und kann nicht viel falsch machen. Ob er dabei steht oder sitzt, ist mir nicht so wichtig. Er soll an der Sache auch seinen Spass bekommen und einen Sinn in der geforderten Aktion sehen. |